Schwäbische Meisterschaften vom 30.4. – 2.5.2010

Die schwäbischen Tennis-Meisterschaften endeten mit den erwarteten Erfolgen der Favoriten. Auf der Anlage des TC Günzburg, der diesen Wettbewerb zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte austrug, setzten sich die Vorjahressieger Caroline Nothnagel und Jan Hejtmanek durch. Bei den Herren B ließ der an eins gesetzte Benjamin Sömek seine Konkurrenten abblitzen. Auch die Herren 40 sahen am Ende mit Alexander Köble die Nummer eins der Setzliste vorne. Hier lieferte Stefan Ruess vom gastgebenden TCG mit seinem Finaleinzug die einzige echte Überraschung. Florian Popp (Herren 50) und Johann Vetter (Herren 60) sorgten für weitere Siege topgesetzter Spieler.

Mit 153 Nennungen erreichten die schwäbischen Meisterschaften 2010 ein Meldeergebnis, wie es das zuvor nicht annähernd gegeben hatte. „Sensationell“, freuten sich Bezirkssportwart Gerhard Eberl und Turnierleiter Peter Führer über diesen enormen Zuspruch. Die Kehrseite dieser positiven Entwicklung: Selbst die große Anlage des TC Günzburg reichte für die Abwicklung der Spiele nicht mehr aus.

13 Plätze waren einfach zu wenig und da zahlten sich die guten Beziehungen zu den Nachbarvereinen aus. So wurden einige Spiele beim TC Bubesheim und TC Reisensburg sowie in der Halle des FC Gundelfingen ausgetragen. Die vereinseigene Halle des TCG, vor einem halben Jahr von Grund auf renoviert, bestand ihre Feuertaufe mit Bravour. Die Begegnungen der Vorschlussrunde und die Endspiele fanden wegen des anhaltenden Regens zum Großteil auf dem neuen Sandbelag statt.

Die beim Roma-Cup gemachten Erfahrungen zahlten sich aus. Steffen Hasenfus zeigte großes Engagemant und sorgte in der Turnierleitung zusammen mit Gerald Dorn einmal mehr für einen reibungslosen Ablauf. Eine Menge zu tun hatten letztlich auch Platzwart Jürgen Waner, Klaus Herbst und  Vereinswirt Helmut Brumeisl mit seinem Team. Komplimente gabs dafür vom Bezirksvorsitzenden Fritz Schmid, Sportwart Gerhard Eberl, der später die Sieger ehrte und von Schwabens oberstem Schiedsrichter, Alfred Mitschka. „Schade, dass das Wetter nicht mitgespielt hat“.

In fünf der sechs Konkurrenzen setzten sich die Topgesetzten durch. Den Anfang machte Caroline Nothnagel vom TC Augsburg Siebentisch. Die Zweitligaspielerin gab in ihren drei Matches ganze sechs Spiele ab und wiederholte ihren Erfolg aus dem Vorjahr in Memmingen. Souverän auch ihr Sieg im Endspiel in der Halle gegen die an zwei gesetzte Melanie Hafner vom Regionalligisten TC Schießgraben Augsburg.

Bei den Herren nutzte Jan Hejtmanek (TC Weißenhorn) die Gunst der Stunde. Als Markus Ingold (BSV Neuburg) verletzungsbedingt seine weitere Teilnahme absagte, war der Weg frei für den hinter ihm an zwei gesetzten Titelverteidiger. Im Duell zweier aufschlagstarker Akteure setzte sich Hejtmanek im Halbfinale gegen Martin Bartonek (TC Rot-Weiß Krumbach) durch. Die andere Vorschlussrundenpartie stand auf Messers Schneide. Mario Urban (TC Lindau) konnte eine 9:8-Führung im Match-Tiebreak nicht nutzen. Sein Bezwinger Andreas Gössl (TC Memmingen) wehrte sich im Endspiel nach Kräften, musste dann aber die Überlegenheit Hejtmaneks anerkennen.