Günzburg „In Günzburg hat’s mir sehr gut gefallen, deshalb komme ich gern wieder“.
So wie Petra Begerow, die Siegerin von 2008, äußern sich zahlreiche Spielerinnen und Spieler. Es verwundert also nicht, dass bei der dritten Auflage des internationalen Tennisturniers um den „ROMA-Cup" am Wochenende eine ganze Reihe bekannter Gesichter auf der Anlage des TC Günzburg zu sehen sein werden. Tennissport der Extraklasse wird also auch diesmal an der Heidenheimer Straße geboten.

Wer knallharte Aufschläge, präzise Returns, raffinierte Stopps und Lobs live verfolgen möchte, für den ist der Besuch der Veranstaltung, bei der es neben Punkten für die deutsche Rangliste auch wieder um 5 000,-- Euro Preisgeld geht, eigentlich ein Muss. Nach der schwäbischen Meisterschaft, die der TCG pünktlich zu seinem 60. Geburtstag erstmals in seiner Vereinsgeschichte austragen durfte, steht am Wochenende also das zweite Highlight des Jahres bevor.

Klein, aber fein. Damit trösten sich die Organisatoren des TCG Günzburg ein bisschen über die hinter den Erwartungen zurückgebliebene Zahl der Meldungen hinweg. Der Beginn, ursprünglich für Freitag 10 Uhr terminiert, wurde deshalb um drei Stunden verschoben. Mit neun Herren-Spielen geht’s um 13 Uhr los, um 15 Uhr folgen die Damen und gegen 17.30 Uhr beschließen acht Herren-Matches den ersten Tag. Am Samstag und Sonntag wird jeweils ab 10 Uhr aufgeschlagen.

Als einer der Ersten gemeldet, galt Christian Lichtenegger vom Regionalligisten
TC Rot-Blau Regensburg, in der deutschen Rangliste an 86 geführt, lange als Topfavorit. Buchstäblich in letzter Minute lief ihm freilich Philipp Regnat noch den Rang ab. Beim
TC Großhesselohe München in der zweiten Bundesliga und im Bayernliga-Team eingesetzt, ist der 21Jährige 20 Plätze besser notiert. Zum Kreis der Favoriten zu zählen ist freilich auch Andreas Kauntz (100), die Nummer eins des Bayernligisten TV Fürth.

Kurz vor Torschluss meldete noch der 35jährige Richard Drazny (105). Der Routinier
(TB Erlangen) möchte heuer unbedingt zumindest das Halbfinale erreichen. Diesen Anspruch erhebt freilich auch Victor Schmid (106). Erstmals in Günzburg mit von der Partie, galt der 22Jährige vom TC Weinheim als eines der größten deutschen Talente, bis ihn eine Verletzung stoppte. Nummer sechs der Günzburger Setzliste ist Karel Vesecky (110), der Sieger von 2008 und Vorjahresfinalist vom SV Leingarten

Ein Wiedersehen gibt’s mit Petra Begerow, der Siegerin von 2008 und frisch-gebackenen deutschen Meisterin der Damen 30. Auf Ranglistenplatz 107 notiert, schob sie sich in der Endphase der Meldefrist vor die bis dahin die ROMA-Setzliste anführende Rosenheimer Bayernligaspielerin Izabella Zgierska (148). “Damit muss man leben“, rea-gierte die ehemalige deutsche Fedcup-Spielerin aus Karlsruhe gelassen, als noch zwei echte „Kracher“ hinzu kamen.

Vor einem Jahr waren sie beim TC Weissenhof Stuttgart noch Mannschafts-kameradinnen, dann trennten sich die Wege von Steffi Bachofer und Ana Jovanovic. Letztere wechselte zum Regionalligisten TC Großhesselohe München und bestätigte Platz 15 der deutschen Rangliste. Steffi Bachofer, die vor einem Jahr ihr Erst-rundenmatch in Günzburg wegen Schulterproblemen aufgeben musste, ist als deutsche Nummer 28 sicher am ehesten in der Lage, Ana Jovanovic das höchste Preisgeld streitig zu machen.

 In der Günzburger Setzliste folgen Verena Jöchle (157) vom SSV Ulm 1846 und  Jennifer Dürrschnabel (170) vom TC SW Merzig. Die Farben des TCG vertreten Sandra Alberino, Jeanette Krupka, Anna Hummel, Franziska Meinert, Janine Führer und Carmen Trus sowie bei den Männern Felix Rottler.